an eine schöne Zeit

die ich in keinem Fall

vergessen werde.

Werner Lebedeff

Westwind SoundStart 1962 in Saarbrücken - ab 1972 auch in Norddeutschland

 

Chronik

Bilderlinks am Ende der Seite

 

Mit 15 Jahren (1962) hatte mein Schulfreund Rüdiger Schaly und ich Lust, in Dudweiler (Saarbrücken), Musik zu machen. Mit einer Wandergitarre und einem Schlagzeug, das wir bei dem Pastor gefunden hatten fingen wir an. Selbstgebaute Verstärker aus alten Radios mussten wir schon haben, da das Schlagzeug zu laut war. Ein guter Freund, Reinhard Harig, gesellte sich zu uns und schon waren wir zu dritt. Im Gemeinderaum unter der Kirche hämmerten wir vor uns hin und hatten Spaß ohne Ende. Ein guter Kumpel (Schulfreund) Walter Weisflog brachte eine Sologitarre und etwas Stimme mit und nun waren wir vier.

 

"The Gamblers" nannten wir uns und die Beatles, Stones, Kings, Shadows, Sputnix waren unsere Musik-Vorbilder.

Nachmittagskaffee für eine warme Mahlzeit und Tanzveranstaltungen auf eigene Rechnung waren nun auf dem Programm. In Nachtclubs durften wir nur bis 20:00 Uhr spielen da wir ja noch minderjährig waren. 1968 heiratete ich meine Freundin Inga, die ich heute, nach 36 Jahren, immer  noch sehr liebe. Meine neue Dienststelle war die Bundeswehr und somit waren Ortsveränderungen an der Tagesordnung.

 

1972 versuchte ich einen neuen Anlauf in Süderbrarup / Schleswig Holstein und hatte eine tolle Truppe zusammen. Platz war ja genug in der Kaserne. Leider Hatten wir 1975 einen Flugzeugabsturz und alle meine Kameraden kamen ums Leben.

Durch diverse Auslandsaufenthalte lernte ich Texas lieben. Mein Freund Holger Matz und ich, saßen mit unseren Frauen 1976 in Texas in einem super schönen Pub. Hier hatten wir öfters gesessen, getanzt und den Live-Bands zugehört. An diesem Abend spielte eine Countryband mit Namen "Southwest". Einfach tolle Musik und es kribbelte in den Fingern einfach mit zu spielen. Nach einigen Longdrinks war der Name "Westwind" geboren.

 

Als wir dann nach 10 Monaten wieder in Deutschland waren, hatten wir zwar einen Namen, und versuchten uns an einem neuen Versuch.

Mein Freund Holger Matz konnte wunderbar Gitarre spielen und super singen. Ich besorgte mir eine Bassgitarre und die Hemmungen mit dem Gesang legte ich ab.

 

Bei der Bundeswehr ist nun genug Personal und so hatten wir auch einen Schlagzeuger in der Truppe. Dieter Krause hatte zwar nur noch 1 Jahr bei der Truppe aber es reichte uns.

 

Aus Spaß an der Musik spielten wir 6 Monate in einem Keller. Dieter wollte unbedingt öffentlich auftreten und machte kurz entschlossen einen Termin im Landhaus "Börse" in Süderbrarup für den Osterball. 14 Tage zeit zum üben. Er hatte auch schon einen 4. Mann gefunden. Peter Rosenberg war von nun an der Solist und Sänger der Gruppe.

 

Die Kapelle Westwind war geboren.

 

Nach weiteren 6 Monaten hatten wir Uwe Hesse als Organisten.

Im Raum Schleswig-Flensburg-Rendsburg hatten wir unsere Auftritte und es machte sehr viel Spaß. Den meisten Spaß hatten wir in der "Engelsburg" bei Heide. Hier hatten wir 1 Jahr "Ball der einsamen Herzen" gemacht, sozusagen die Hausband.

Der Keyboarder wurde dann von Jens Petersen ersetzt der traumhaft sein Gerät beherrschte. Dieter, unser Schlagzeuger, verließ die Bundeswehr, hörte bei uns auf und machte mit seiner Frau und einem Freund "WestWind Trio" auf, natürlich mit meinem Namen der ja doch schon bekannt war. Herbert Plähn hatte sich als Ersatz angeboten.

 

Herbert konnte sehr gut Termine "organisieren" und somit hatten wir von Hamburg bis Flensburg unsere Spieltermine.

 

Jens, unser Keyboarder, noch sehr jung wollte sich verbessern und ging zur Gruppe "Wattwurm" und Ulli Ehlert kam als Ersatz. Heute ist Jens Petersen ein sehr guter Pianist mit sehr großem Musikwissen , können und Erfahrung.

Ulli hat eine sehr schöne Stimme und ist vielseitig (Klavier, Keyboard, Saxophon) und hatte auch schon einen "Pausenclown" an der Hand der ebenfalls die Gitarre und die Trompete beherrschte.

 

Nun hatten wir Saxophon, Trompete zusätzlich. Und wie's so kommt, war auch eine junge Sängerin, Nadja, dabei. Wie immer machte die Musik Spaß und kein Computer oder Disk hatte mit geholfen. Alles pur "Handmade"

Anfang der 90ger wurde das Keyboard mit Diskette immer beliebter und die Kunden wollte ja auch immer alles möglich "Original" haben und somit hatte auch bei uns die Disk Einzug gehalten. Außerdem wollte ich und Holger höchstens 2-3x am Wochenende Musik machen. Das war den anderen Mitglieder zu wenig, da sie unter chronischem Geldmangel litten.

 

Somit hatten sie als kleine Besetzung von Westwind, die anderen Termine ohne uns gemacht. Da ja eine Disk die Kapelle ohnehin überflüssig machte, konnten sie die gleiche Musik machen aber mit größerem Gewinn.

 

Hier war der Spaß an der Musik zu Ende.

 

Als ich 1996 das erste Mal, ohne Verstärker und Gitarrenanschluss, Musik machen sollte, war das auch mein letztes Mal.

Da die Kunden (Veranstalter) das sowieso nicht merkten, wurde fast ausschließlich Playback gemacht, was natürlich auch wirklich "echt" klingt und hatte aber mit meiner Auffassung von Musik wenig zu tun. An den programmierten kleinen musikalischen Fehlern, die komischerweise alle Kapellen an der gleichen Stelle machen, merkt man das es sich hier um Playback handelt.

Sequenzen und Midi Files gibt es ja an jeder Ecke und somit ist es wirklich nicht so schwer ein Publikum zu unterhalten.

 

So hatten wir, Holger und ich (Werner), nach 20 Jahren die Nase voll und überließen gezwungener Maßen den restlichen Band-Mitgliedern den Namen. "Westwind".

 

Holger und Ich hatten ein paar "unplug-sessions" mit einer Sängerin in ein paar Szenekneipen und auch das war immer toll. Aber auch Holger hat sich abgesetzt und irgendwie die Lust an der Musik verloren.

Ich mache seit einigen Jahren Gospelmusik und eine wunderbare Clique von ca. 40 Personen haben eine Menge Spaß.

 

Dies hier habe ich geschrieben um ggf. irgendwelche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Außerdem enthält die "Westwind-Musik" Seite keinerlei Informationen über Mitglieder und sonstiges.

 

Es ist schade das nach all der Zeit sich niemand von den "alten" Band-Mitgliedern, außer Herbert Plähn, einmal meldet. Natürlich können alle Musiker auch "Live" Musik machen und haben das schon oft unter Beweis gestellt. Ich wünsche allen Musikern der Kapelle "Westwind" viel Erfolg und Spaß bei Ihrer Arbeit.

 

Ich erhebe keinen Anspruch auf den Namen Westwind, da er sowieso hier ständig weht und ich lange Zeit damit verbracht habe, mich daran zu gewöhnen.

 

 

 
 
 
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